Ohne Zucker mit Sahne
Ein inszenierter Cafébesuch mit Kuchenduft, Recht und Würde
Seit Anfang Oktober spielen 13 Erwachsene mit unterschiedlichsten Begabungen im Café „Treffer“ Theater. Unter dem Motto „Ohne Zucker, mit Sahne!“ setzen sich die Schauspielamateure mit dem Thema Menschenwürde auseinander.
Der "Treffer" bietet eine unkonventionelle Bühne, in der das gemeinsam entwickelte Stück seinen Lauf nimmt: Die Akteure ziehen vom Café in ein vielversprechendes Königreich um. Sie üben eifrig, um vor Ort einen guten Eindruck zu machen - doch der Empfang ist anders als erwartet. Also werden sie selbst aktiv, lassen ihre Talente aus dem Sack, werden Prinzessin, Minister oder Gärtnerin und gestalten sich ein Königreich nach ihrem Geschmack. Am Ende kommt auch der Gaumen nicht zu kurz ...
„Ohne Zucker, mit Sahne!“ wird insbesondere durch die amarena Innovationsförderung des Bundes deutscher Amateurtheater (BDAT) gefördert und findet im Rahmen von „Artikel Eins“, dem TPZ- Projekt zu Menschenrechten und Menschenwürde, statt. Mit „Artikel Eins“ wird es im nächsten Jahr noch vielfältige, generationsübergreifende Aufführungen in Hildesheim geben.
Aufführung
Freitag, 20.01.2012 18 Uhr und Samstag, 21.01.2012 16 Uhr und 18 Uhr im „Treffer“, Peinerstraße 6
Karten kosten 1 bis 10 Euro (je nach Geldbeutel)
Vorbestellung: ab 09. Januar beim TPZ unter 05121 - 31432
Wer hat Angst vor Übermorgen?
Jugend-Theaterprojekt gewinnt niedersächsischen Preis „takePArt!“
Unter dem Titel „Wer hat Angst vor Übermorgen? – Gemeinsam für die Zukunft!“ organisiert die Auszubildende Jacqueline Rohnke ein Theaterstück für Jugendliche. Sie hat schon in den TPZ-Berufsschulprojekten „Grenzöffnung – Wer ist Deutschland“ und „Bissig!“ mitgespielt.
Nun initiiert die 21-Jährige ihr erstes Theaterprojekt selbst und hat sogleich bei einer landesweiten Ausschreibung den mit 1.500 Euro dotierten Preis der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) gewonnen. Unter dem Motto „TakePArt!“ fördert die LKJ in diesem Jahr drei Jugendprojekte und übernimmt dabei die Kosten der Durchführung und Ausstattung. Die Preisverleihung findet statt am Freitag, den 2. Dezember 2011 im Stephansstift, Hannover im Rahmen des „Fachtages Kulturelle Bildung“.
„Wer hat Angst vor Übermorgen?“ thematisiert das ewig aktuelle und ernste Thema Aids und HIV und kombiniert es mit dem insbesondere für Jugendliche spannenden Thema Vampire. Aus diesen beiden Zutaten will die Gruppe um Jaqueline Rohnke mit Unterstützung einer Theaterpädagogin Szenen, Texte und Geschichten kreieren, die am Ende zu einem selbst entwickelten Stück werden. Aufführungen sollen auf der Straße oder in Schulen stattfinden, denn mit dem Stück wollen die Jugendlichen Aufklärung zur AIDS-Prävention geben.
Ich packe meinen Koffer
Das neue Musik-Theaterprojekt des TPZ Hildesheim wird von der Liz Mohn Stiftung gefördert.
In dem Musik-Theaterprojekt „Ich packe meinen Koffer“ gehen die Jugendlichen der Anne-Frank-Förderschule auf eine Musiktheater-Reise aus dem Klassenzimmer in die Welt der kulturellen Abenteuer. Das Thema dabei ist „Reisen, Begegnungen und Abenteuer“.
Unter Anleitung einer Theaterpädagogin mit Unterstützung von Studenten des Center for Worldmusic erforschen die 13 bis 14-jährigen Schüler Lieder, Musik und Sprache in Geschichten auf der Bühne. Die Liz Mohn Stiftung fördert das Projekt mit 2.900 Euro und leistet so einen wichtigen Beitrag für die Realisierung.
Die Klassenlehrer binden das Projekt fachübergreifend in den Lernalltag ein, über das Reisen im Erdkundeunterricht, durch die Erstellung von Texten für das Stück im Deutschunterricht oder die Fertigung eines Bühnenbilds im Fach Kunst/Werken usw. Diese musikalischen Erfahrungen und neuen Fertigkeiten werden mit Geschichten von Reisen und Abenteuern mit Hilfe der Pädagogen zu einer musikalisch-theatralen Reise inszeniert.
81% der teilnehmenden Schüler haben einen Migrationshintergrund, viele der Schüler kommen aus einer bildungsfernen familiären Lebenswelt. Ziele des Projekts sind deshalb, neben dem Ausbau darstellerischer und sprachlicher Fähigkeiten, die Förderung im emotional-sozialen Bereich. Am Ende des Projekts, voraussichtlich im April 2012, erfolgt eine öffentliche Aufführung des Musiktheaterstücks.
Förderpreis Musikvermittlung:
Und der Preis geht an... das TPZ Hildesheim für "Ich bin Musik"!
Das TPZ Hildesheim hat mit dem Projekt "Ich bin Musik - ein interkulturell-partizipatives Kooperationsprojekt zwischen szenischem Konzert und Musiktheater" den Förderpreis Musikvermittlung des Landes Niedersachsen gewonnen.
An der zweiten Ausschreibung des Förderpreises hatten sich mit ihren Konzepten über 60 Chöre, Vereine und Verbände, Konzert- und Festivalveranstalter, KirchenmusikerInnen, Theater, Musikschulen und allgemeinbildende Schulen aus ganz Niedersachsen beteiligt.
Der Preis wurde am 23. Juni 2011 im Rahmen der Jahreskonferenz vom Musikland Niedersachsen in der Landesmusikakademie Wolfenbüttel verliehen.
Der mit Experten aus dem gesamten Bundesgebiet besetzten Jury des Förderpreises gehören an: Lydia Grün (Musikland Niedersachsen & Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur), Dr. Sabine Schormann (Niedersächsische Sparkassenstiftung), Markus Lüdke (Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel), Thomas Rietschel (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main), Albert Schmitt (Deutsche Kammerphilharmonie Bremen).
Die Projektskizze "Ich bin Musik" können Sie hier als pdf öffnen.
Die Laudatio von Thomas Rietschel (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main) können Sie hier im PDF-Format öffnen.
Detailinformationen finden Sie hier auf der Website des Musikland Niedersachsen.
Projekte-Archiv:
Familie Fredenberg
Was macht Fredenberg, den Stadtteil in Salzgitter, eigentlich aus? Die kulturellen Unterschiede sind groß und das Alter der Bewohner ist stark gemischt. Unterschiede können Mauern errichten und Vorurteile nähren oder sie können, wie im Fredenberg-Projekt, kreative Kräfte lösen und zu einer spannenden kommunikativen Ebene führen.
Das "Fredenberg-Projekt", unter Beteiligung von 16 Einrichtungen vorrangig organisiert durch das Fredenberg Forum und künstlerisch geleitet durch das TPZ Hildesheim, präsentiert einen ganzen Strauß von vielseitigen Eindrücken:
Während die erdachte "Familie Fredenberg" in den besagten Stadtteil zieht, kommt es zu unterschiedlichen Begegnungen, die mittels Musik, Musical, Theater, Tanz, Foto/Video und Literatur, in einer Revue dargestellt werden. Am Ende wird klar, was diesen Stadtteil, dessen Bewohner so unterschiedlich sind, auszeichnet. Über 100 Bewohner des Stadtteils haben in nur zehn Wochen Probe auf die Aufführung hingearbeitet.
Wurde am Mittwoch, dem 13.04 und Donnerstag, dem 14.04.2011 in der Aula Fredenberg aufgeführt.
Dies ist nur ein Beispiel für eine erfolgreiche Projekt-Begleitung durch das TPZ Hildesheim. Wer interessiert an einem eigenen Projekt in Kooperation mit dem TPZ ist, kann sich hier melden.