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ARTIKEL EINS
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Artikel Eins

ARTIKEL EINS ist ein Generationen- und sozial übergreifendes Kultur- und Theaterprojekt mit szenischen und medialen Präsentationen und Aktionen im öffentlichen Raum der Stadt Hildesheim, in Kultur-Orten, in Medien und im WWW.

ARTIKEL EINS beschreibt die Menschenrechte, die sich aus der Würde des Menschen ableiten und bilden die Grundlage des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Die Bindung staatlicher Gewalt an die Respektierung der Menschenwürde ist das Fundament, um gesetzlich verankerte menschenverachtende Ereignisse in der Bundesrepublik Deutschland nicht wieder möglich werden zu lassen.

Es gab und gibt immer wieder Menschen, die sich stark für die Durchsetzung und Verteidigung der Menschenrechte eingesetzt haben. Das Wirken und Handeln einiger davon wird im Projekt ARTIKEL EINS unter die Lupe genommen werden. Durch die Auseinandersetzung mit geschichtlichen Ereignissen ist es möglich, sich distanziert mit Themen auseinanderzusetzen, die jederzeit aktuell sind, zum Beispiel Rassismus und Diskriminierung. Hierbei werden die Grenzen gesprengt, da ARTIKEL EINS auch in unsererm Costa-Rica-Projekt bereits sogar schon thematisiert wurde! Siehe hier!

Im Prozess der Stückerarbeitung wird ein persönlicher Bezug zu den Menschenrechten hergestellt, der sie historisch wie aktuell persönlich erfahrbar macht. Ausgangspunkt ist jeweils die eigene Lebenssituation der Projekt-Teilnehmer/innen in Verbindung mit aktuellen gesellschaftlichen Bezügen oder historischen Grundlagen, sowie biografischen Geschichten.

ARTIKEL EINS – das sind viele zunächst parallel laufende Projekte, in denen sich Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Religionen, Schichten und Ansichten begegnen werden um gemeinsam das grundlegendste aller Grundrechte durch kreative, teils traditionelle, teils ganz moderne Methoden zu thematisieren. Dabei sind u.a. Aktionen im Öffentlichen Raum, Videospots und anderes geplant.

Die Teilnehmer/innen werden zunächst in Workshops ihre eigenen Themen erarbeiten, wobei mindestens ein kleiner Film entstehen soll. Später werden die Projekte zusammengeführt, wobei sie auch an die Öffentlichkeit gehen.

Die Gruppen von ARTIKEL EINS

  • "Ohne Zucker, mit Sahne!"

Bereits im Oktober haben 13 Erwachsene mit unterschiedlichsten Begabungen im Café „Treffer“ angefangen, ein Stück unter dem Motto „Ohne Zucker, mit Sahne!“ zu entwickeln. Als erstes Projekt, welches sich im Rahmen von ARTIKEL EINS mit den Menschenrechten auseinandersetzt, kam "Ohne Zucker, mit Sahne!" bereits im Januar zur Aufführung. Am 20.01. und 21.01. führte die Gruppe das gemeinsam entwickelte Stück im "Treffer" auf, eine Ort für Begegnungen, der eine unkonventionelle Bühne mit Café bietet. In dem Stück ziehen die Akteure vom Café in ein vielversprechendes Königreich um. Sie üben eifrig, um vor Ort einen guten Eindruck zu machen - doch der Empfang ist anders als erwartet. Also werden sie selbst aktiv, lassen ihre Talente aus dem Sack, werden Prinzessin, Minister oder Gärtnerin und gestalten sich ein Königreich nach ihrem Geschmack. Am Ende kommt auch der Gaumen nicht zu kurz ...

„Ohne Zucker, mit Sahne!“ wird insbesondere durch die amarena Innovationsförderung des Bundes deutscher Amateurtheater (BDAT) gefördert.

  • Theaterprojekte mit SchülerInnen der Hildesheimer Berufsschulklassen
Seit Herbst 2011 spielen SchülerInnen dreier Hildesheimer Berufsschulen Theater. Beteiligt sind Schüler und Schülerinnen der Friedrich-List-Schule, Walter-Gropius-Schule und Herman-Nohl-Schule: zukünftige Erzieher/innen und Schüler/innen aus BEK und BVJ Klassen.

Die angehenden Erzieher/innen der Herman-Nohl-Schule unter der Leitung von Sabine Grujic entwickeln eine Geschichte, in der eine Frau aus Jamaica zum Tode verurteilt werden soll. Nur wenn es gelingt drei Menschenrechtler nach Jamaica zu holen, die für die Frau einstehen, kann die Todesstrafe ausgesetzt werden. Auf ihrem Weg zu der Verurteilten werden die drei Persönlichkeiten durch menschenrechtsverletzende Situationen aufgehalten, und es ist fraglich, ob sie die Frau noch retten können …

Die SchülerInnen der Walter-Gropius-Schule erarbeiten ebenfalls seit Herbst letzten Jahres unter der Leitung von Nicole Baumann und Oliver Dressel vor allem mit den Mitteln des Tanzes und der Bewegung Szenen zum Thema Menschenrechte. In ihrem Stück werden die verschiedenen Artikel des Grundgesetzes – verkörpert durch die Jugendlichen –  miteinander ins Gespräch kommen und darüber streiten, wer von ihnen eigentlich wichtiger ist.

Die SchülerInnen von der Friedrich-List-Schule versetzen ihr Setting in die Vergangenheit des wilden Westen. Ausgehend von der Biografie eines berühmten Cowboys stellen sich die Jugendlichen unter der Leitung von Annli von Alvensleben und Renzo Solórzano Fragen zu den Themen Rassismus, Freiheit, Besitzverteilung und erarbeiten daraus in gemeinsamer Improvisation Szenen, die es schaffen, den Alltag des Cowboys auf die eigene Gegenwart zu übertragen.

Nach zwei Intensivprobenwochen Ende Februar, in denen die drei Gruppen sich und die jeweiligen Projekte der anderen noch näher kennenlernen werden, kommen die Stücke am 14., 15. und 16. März um 19 Uhr in der KulturFabrik Löseke zur Aufführung.

Eintritt: 9 Euro,  5 Euro (Schüler), 1,50 Euro (Schüler der beteiligten Schulen)
Vorbestellung beim TPZ unter 05121 - 31432

Nach „Grenzöffnung – Wer ist Deutschland?“, "Bissig - Wer glaubt schon an Vampire?" und "Glück.Wunsch“ ist dies das vierte Kooperationsprojekt mit Hildesheimer Berufsschulen und der KulturFabrik Löseke und dem Theater für Niedersachsen (TfN).
  • Videospots mit SchülerInnen der Berufsschulen
Zusammen mit dem Filmemacher Jörg Finger und dem Theaterpädagogen Renzo Solórzano werden die SchülerInnen der Berufsschulklassen zusätzlich zu ihrem Bühnenstück Videospots produzieren. Mit Hilfe der technischen Mittel wird nochmal eine ganz andere Herangehensweise an das Thema Menschenrechte und das Spiel vor der Kamera erprobt. Es ist geplant, die Spots Anfang Juli im Kino zu präsentieren und ins Internet zu stellen.
  • Projekte im Öffentlichen Raum

Radioballett
Die Theaterpädagogen Nicole Baumann und Sascha Hermeth erarbeiten gemeinsam ein Radioballett für die Hildesheimer Innenstadt, welches im Rahmen des Theaterfrühlings im April und Mai in Aktion treten wird. Mitmachen kann jeder, der zufällig vorbei kommt. Gemeinsam wird man in der Hildesheimer Fußgängerzone auf die Suche nach unserem alltäglichen Bezug zu den Menschenrechten gehen. Über Kopfhörer erhält der Teilnehmer des Radioballetts Anweisungen, in welche Richtung er gehen, welches Bein er heben und worauf er seinen Blick lenken soll. Verbunden durch die Kopfhörer und den gesprochenen Text entsteht eine gemeinsame Choreographie der Teilnehmer im Straßenraum. Fünfzig Menschen, die plötzlich rückwärts gehen, werden in der Innenstadt garantiert für Aufregung sorgen und das ist das Ziel: den Alltag irritieren. Theater wird dabei zum unmittelbar gemeinschaftsstiftenden Moment.

Flashmob
Irgendwo, an einem noch unbekannten Ort, wird eine Menschenmasse in geheimer Mission zusammentreffen und alle Blicke auf sich ziehen. Alle haben das gleiche Ziel, niemand kennt sich und das macht es zu einem spannenden Moment, der nur ganz kurz dauern, aber lange wirken wird.

 

  • Station Menschenwürde

Das Projekt „Station Menschenwürde“ gliedert sich in drei Bausteine: einem Erwachsenenprojekt, Jugendprojekt und einer generationsübergreifenden Werkschau.
Inhaltlich beschäftigen sich die Teilnehmer beider Gruppen mit dem Thema Menschenrechte im alltäglichen Miteinander. Die MitspielerInnen bringen ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken ein und entwickeln jeweils unter der Leitung von Johanna Grote und Silke Pohl eine Aktion in der Stadt.
Dabei konzentrieren wir uns auf den Bus als Transportmittel, das jedermann Freizügigkeit und damit Freiräume eröffnen soll, oft aber auch Schauplatz miteinander kollidierender Ansprüche und Ansichten wird. 
 

  • Theaterprojekt mit Menschen ab 50 Jahre
Es werden noch Interessierte gesucht:
  • Haben Sie Lust auf Theaterspielen?
  • Interessiert Sie das Thema Menschenrechte?
  • Haben Sie montags Zeit?
Perfekt! Dann könnte „Station Menschenwürde“, ein Theater-Projekt von Februar bis Mai, genau das Richtige für Sie sein!

Wo hört die Freiheit des einen auf? Wo fängt die des anderen an?
Wir befassen uns mit dem Thema Menschenrechte im täglichen Miteinander.
Wir bewegen uns im Theaterraum.
Wir bringen eigene Texte ein.
Wir entwickeln gemeinsam ein Theaterstück.

Vorerfahrung im Theaterspielen nicht notwendig!
Schnuppertreffen: Montag, 27.02.2012   
Info und Anmeldung: Johanna Grote, Tel. 0160-982 599 59, E-Mail: station.menschenwuerde@tpz-hildesheim.de
  • Theaterprojekt mit Jugendlichen
WIR SPIELEN IM BUS! - ein Jugend-Theaterprojekt vom TPZ Hildesheim für Menschen von 12-16Jahre (bei starkem Interesse gern auch 11- und 16jährige)
Zusammen mit Jugendlichen, die Lust auf das Experiment haben, im Bus Theater zu spielen, werden die Theaterpädagoginnen Johanna Grote, Silke Pohl und Denise Biermann ein Stück erarbeiten, das nicht auf einer Bühne, sondern in der Hildesheimer Innenstadt zu sehen sein wird.

Es werden noch Interessierte gesucht:
Wir haben: einen Bus
Wir suchen: EUCH - mutige, kreative Bus-BespielerInnen, die
  • Lust haben, Leute kennenzulernen und Spaß beim Theaterspielen zu haben
  • neugierig sind auf: mit Musik experimentieren, rappen, im Bus rumklettern, Graffiti sprayen, die Innen-Stadt rund um den Bus erkunden und gestalten
  • sich für Menschenrechte interessieren: was darf ich und was nicht, was will ich dürfen und warum und was sollen andere dürfen dürfen

Geprobt wird zuerst im Probenraum und dann machen wir den Bus zu unserem Treffpunkt, unserer Bühne, unserem Clubhaus. Dort entwickeln wir ein Bus-Theaterstück und führen es im Mai 2012 auf.

Vorerfahrung mit Theater ist nicht nötig. Spaß am Spielen und Ausprobieren und der Mut, eure Meinung zu sagen, reicht.
Schnuppertreffen: Dienstag, 28.Februar 2012, 14.30-16.00 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben)
Anmeldung und Infos bei: Johanna Grote, Tel. 0160-98259959, E-Mail: station.menschenwuerde@tpz-hildesheim.de


TERMINE ARTIKEL EINS 2012

Berfusschulklassen
Mi 14.03., Do 15.03., Fr 16.03. um 19 Uhr in der KulturFabrik Löseke
Eintritt: 9 Euro,  5 Euro (Schüler), 1,50 Euro (Schüler der beteiligten Schulen)
Vorbestellung beim TPZ unter 05121 - 31432

Station Menschenwürde (Menschen ab 55 Jahre)
Informationen zu den Aufführungen werden noch bekannt gegeben

Station Menschenwürde (Jugendliche)
Informationen zu den Aufführungen werden noch bekannt gegeben

Radioballett
Informationen zu den Aufführungen werden noch bekannt gegeben

Videospots
Informationen zu den Aufführungen werden noch bekannt gegeben

 

ARTIKEL EINS ist ein Projekt in Kooperation mir der Kulturfabrik Löseke, dem Theater für Niedersachsen, der HAWK und der Diakonie Himmelsthür.