Projekt Beschreibung

Gestrandet

Um Mitternacht strande ich mit dem Zug in Hamburg. Das Hostel in der Nähe des Bahnhofs ist leider ausgebucht. Mist!

Plötzlich, als wäre es eine Fügung: Der letzte Zug nach Buchholz, wo meine Schwester wohnt, geht in 30 Minuten. Um 00.35 Uhr.

Normalerweise ist Petra um diese Zeit schon längst im Bett, da sie zwei Kinder hat. Doch just an diesem Wochenende sind die Kinder über Nacht beim Vater, und meine Schwester ist wohl ganz guter Dinge…

Wir schreiben schon die ganze Zeit Nachrichten hin und her – da lädt sie mich spontan ein, doch noch zu ihr zu kommen!

So erreiche ich um 01.30 Uhr am Sonntagmorgen das in der Dunkelheit liegende Haus. Als ich unsicher den Knopf der Türglocke betätige, tut mein Herz einen Sprung, denn ein Licht geht an, dann noch eins – endlich ist der Flur hell erleuchtet und die Tür wird zögernd geöffnet!

Welch Freude! Zu lange schon haben wir uns nicht gesehen!

Petra bietet mir tatsächlich noch etwas zu trinken an. Sie hat sogar mitten in der Nacht Zeit und Lust auf einen gemeinsamen Tee!

Dadurch ergibt sich ein langes, sehr persönliches Gespräch unter Schwestern, das ich mir seit Urzeiten gewünscht habe.

Um 4 Uhr gehen wir endlich ins Bett.

Am Ende komme ich einmal mehr zu dem Schluss: Krisen erzeugen die größten Chancen, die man sonst eventuell gar nicht bekommen hätte!