Wo ist Hannah?

Wo ist Hannah?2017-12-15T12:20:19+00:00

Project Description

Berufsschüler*innen klären über (Cyber-)Mobbing auf

In wöchentlichen Proben beschäftigten sich 28 Berufsschüler*innen ein Schuljahr lang unter der Leitung von Lehrerin und TPZ-Theaterpädagogin Sabine Grujic mit dem Thema Mobbing und seinen verschiedenen Ausprägungen. Dabei hinterfragten sie auch das Verhalten von Eltern und Lehrer*innen sowie die möglichen Konsequenzen. Mit ihrer selbst erarbeiteten Inszenierung „Wo ist Hannah“! klärten sie schließlich im Juni 2017 die 8. und 9. Klassen der Realschule Himmelsthür in Hildesheim über das Thema auf und verdeutlichten in ausdrucksstarken Bildern und Szenen die Auswirkungen von Mobbing.

Im Stück wird Hendrik gehänselt, Nele macht Erfahrungen mit Cyber-Mobbing und Hannah fühlt sich „unsichtbar“. Sie wird weder von Mitschüler*innen und Lehrer*innen, noch von ihrem Vater wahrgenommen. Unterstützung suchen die drei in einer Selbsthilfegruppe, die bei Hannah keinen Erfolg zeigt: Am Ende begeht sie Suizid.

Vorstellung macht Mobbing zum Thema

Nach einer theoretischen Annäherung zum Thema entwickelten die Berufsschüler*innen ihr Theaterstück mit Tanzelementen und führten es vor den 8. und 9. Klassen der Realschule auf. Anschließend besuchten die Bühnenakteur*innen die Klassen im Unterricht und gaben theaterpädagogische Workshops zum gesehenen Stück und Mobbing.

Sowohl die Aufführungen als auch die Workshops entfachten eine lebhafte Diskussion zum Thema und ernteten positives Feedback. Beispielsweise erzählten Zuschauer*innen, sie hätten Ähnliches erlebt und könnten sich mit dem Stück sehr gut identifizieren. Die Intensität der Gespräche zeigte, dass die Berufsschüler*innen sich mit Mobbing ein sehr relevantes Thema ausgesucht hatten, für das es sich lohnt, aufzuklären und vorzubeugen. Auch im Nachhinein stieß das Stück auf viel positive Resonanz: Weitere Schulen wünschten sich Aufführungen der Inszenierung zur Prävention.

„Wo ist Hannah?“ als Baustein der Spielzeitprojektes„(un)sichtbar“ wurde gefördert durch die Stadt Hildesheim, die Johannishofstiftung, die Friedrich-Weinhagen-Stiftung, die Bürgerstiftung Hildesheim, die Stiftung Niedersachsen, die Volksbankstiftung, die Landesförderung Soziokultur, Aktion Mensch, den Fonds Soziokultur und die Klosterkammer Hannover.

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